Presse




Videoclip zur Ausstellung 2008/09
"Starke Frauen" in den Harburg Arcaden [Video]





Frauenidole der Steinzeit
Helms-Museum: Urmütter und Fruchtbarkeitssymbole

Harburg (ebe).
"Starke Frauen - Frauenidole der Steinzeit" heißt die Kabinett-Ausstellung, die heute Vormittag in der Dependence des Helms-Museums in den Harburger Arcaden eröffnet wird. Dabei wird mühelos eine Zeitspanne von 25 000 Jahren überbrückt.
Die älteste Frauendarstellung der Steinzeit, die Venus von Willendorf, ist nur sieben Zentimeter groß. Sie ist aus Schiefer, hat schwere, hängende Brüste und eine ausgeprägte Beckenregion. Diese in Niederösterreich gefundene Skulptur huldigt wie alle anderen aus jener Zeit der Frau als Mutter und Quelle der Fruchtbarkeit. Das Helms-Museum hat aus eigenen Beständen mehrere Originale und Nachbildungen aus Zypern, Ungarn und Tschechien zusammengestellt.
Das ist aber nur der kleinste Teil der Ausstellung. Wesentlich größeren Anteil daran haben Sabine Knoll und Inge Seipel. Beide sind sowohl Künstlerin als auch Mitarbeiter des Helms-Museums und haben den Gedanken der "Urmütter" auf ihre ganz spezielle Art und Weise fortgesponnen.
Sabine Knoll hat Gemälde geschaffen, bei denen sie die Schönheitsideale von damals auf die heutige Zeit überträgt. Damit hinterfragt sie nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart. Ganz unauffällig mischt sie auch männliche Fruchtbarkeitssymbole mit in die Bilder hinein.
Inge Seipel arbeitet auch als Bildhauerin und hat die Formen von damals ebenfalls weiter entwickelt. Der Schwerpunkt ist dabei das Phänomen der Weiblichkeit. Alle Arbeiten stehen auch zum Verkauf.
(Helms-Museum in den Harburger Arcaden, Lüneburger Straße 39, bie Ende Dezember)





Veröffentlicht in: Harburger Wochenblatt, 26.11.08

Frauenidole der Steinzeit
Sonderausstellung des Helms-Museums in den Harburg Arcaden

Siegmund Borstel, Harburg
Von was für Frauen haben Männer in der Steinzeit wohl geschwärmt? Einen Hinweis darauf gibt die neue Sonderausstellung des Helms-Museums "Starke Frauen - Frauenidole der Steinzeit".
Die ältesten gefundenen Frauendarstellungen sind rund 25.000 Jahre alt. Schwere hängende Brüste und ausgeprägte Beckenregionen zeigen die Frau als Mutter und Quelle der Fruchtbarkeit.
Gegen Ende der Eiszeit, vor 16.000 bis 12.000 Jahren, wandelten sich die Darstellungen. Aus "barocken" Frauenfiguren wurden schlanke, stark stilisierte Statuetten.
Die Helms-Museums-Mitarbeiterinnen Sabine Knoll und Inge Seipel haben steinzeitliche Frauendarstellungen nachgebildet - in Malerei und Plastik. Ihre Werke können im Helms-Museum, Zweigstelle Harburg Arcaden, Lüneburger Straße 39, 1. Stock, noch bis Ende Dezember besichtigt werden. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
(Foto Helms-Museum)






Veröffentlicht in: HAN 12, Harburg Kulturell, Do,
17. April 2008

Wenn die Bremer Straße auf die
Nartenstraße
stößt

Seit Jahren befindet sich Harburg in einem
steten Wandel. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, der findet fast täglich eine Veränderung. Welch ein Thema ist das für einen Maler oder eine Malerin. Sabein Knoll hat sich des Themas angenommen und zeigt derzeit sechs Kostproben ihres Könnens im Fenster der Galerie Lehmann (Harburger Ring 17). Zu sehen sind sechs Bilder. Ansichten des Bahnhofskanals gehören ebenso zur Auswahl wie eine Darstellung der Elbbrücken (Foto oben). Besonders originell ist die Collage "Harburg VI". Da hat die Malerin eine Außenfront an der Bremer Straße (frühere Badeanstalt) mit einer Hausfassade der Nartenstraße zu einer neuen Fassade miteinander verbunden. Sabine Knoll stammt aus Ulm und ist nicht nur Restauratorin, sondern auch Kulturwissenschaftlerin. Ab 2003 war sie in der Baudenkmalpflege in Hamburg und Schleswig-Holstein tätig, seit 2006 ist sie freiberuflich aktiv.
Text/Foto: ebe





2005/06 Hamburg, Kantstein-Architekten: 
Einzelausstellung: FRUCHT & RAUM / Idole

Farbenfrohe und fruchtige Begegnungen fürs
Auge - ein Genuss für alle Sinne

>>Die Hamburger Malerin Sabine Knoll komponiert ihre kraftstarken Frucht-Bilder mittels vorskizzierter Raumpositionierungen. Die Ausführung erfolgt zumeist auf Leinwand - häufig in ungewöhnlichen, reizvollen Formaten. Oft fertigt die Malerin Extraanfertigungen für die jeweilige Raumsituation an.

Das Spiel zwischen Objekt und Raum ist das Thema: Die Frucht ist nur im Anschnitt zu sehen, es gibt vielfältige Überkreuzungen und Überlagerungen und der Raum wird zum abstrakten Zusammenhang, der dem Betrachter viel Platz für eigene Sichtweisen lässt.
Die Farbgebung ist „saftig", appetitlich und regt die Sinne an. Stark aufgesetzte Lichtreflexe und Farbkontraste unterstreichen das Ineinandergreifen von  Frucht und Raum.

Die Fruchtkörper sind zum Teil sehr realistisch dargestellt, aber auch hier entdeckt man wieder abstrakte Elemente -ein Stängel ragt wie ein Stab ins Bild und wird zum Element des kompositorischen Bildraumes.

Sabine Knoll schafft ungewöhnliche Kompositionen, die sich formal und inhaltlich deutlich vom „klassischen Stillleben" unterscheiden und die als satte Farbtupfer Ihr Ambiente beleben und „befruchten".<<

Britta Slüter





Veröffentlicht in: DA CAPO, die stadtillustrierte für braunschweig,
jahrgang 9, september 1997, s. 31

Sabine Knoll

Sabine Knoll, Studentin aus Hildesheim, beschäftigt sich mit Stilleben, die sie für sich experimentell umzusetzen versucht, indem sie ihre Malerei auf verschiedenen Ebenen anlegt.
Inspirieren läßt sie sich dabei auch durch die Beschäftigung mit David Burents Konzeptkunst.

bis 30.09.97